Verschwörungstheorien zu Berlin: Nicht jeder Terroranschlag ist selbstgemacht!

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Der Terroranschlag von Berlin hat sogleich einige Verschwörungsspinner auf den Plan gebracht. Damit meinen wir nicht die Leute, die einfach nur berechtigterweise kritische Fragen stellen, sondern diejenigen, die das Attentat gleich als „False-Flag“-Aktion deklarieren. Diesen Leuten sei gesagt: Nicht jeder Terroranschlag, der Fragen aufwirft, ist automatisch selbstgemacht!

Anschlag Berlin Anis Amri

Wer war der Terrorverdächtige Anis Amri?

Der wahrscheinlich 24-jährige Berliner Terrorverdächtige Anis Amri aus Tunesien hatte schon lange zuvor eine hochkriminelle Karriere hinter sich. In Tunesien und Italien wurde er unter anderem wegen Brandstiftung, Raub, Diebstahl und Körperverletzung gesucht und verurteilt. Das regte ihn wahrscheinlich auch zur Flucht nach Deutschland an, wo er sich unter mehreren falschen Identitäten anmeldete. Über seine Familie in Tunesien konnten die Behörden aber seinen richtigen Namen „Anis Amri“ herausfinden. Hier in Deutschland radikalisierte er sich als IS-Sympathisant weiter über das Internet und plante seinen Anschlag.

Viele Verschwörungstheoretiker führen hierbei an, dass den Polizeibehörden die Anschlagspläne schon vorher bekannt gewesen seien. Das ist so nicht ganz richtig: Die Polizei hatte natürlich wage Verdachtsmomente auf einen möglichen Terroranschlag in Berlin, aber konkretes Wissen, gab es hierzu nicht. Die Polizei ahnte nicht, dass der Terrorverdächtige Anis Amri einen solchen Anschlag mit einem LKW geplant hatte.

Man kann den Sicherheitsbehörden höchstens vorwerfen, dass es keine ausreichenden Schutzmaßnahmen gab, denn seit dem LKW-Attentat von Nizza, werden viele öffentliche Großveranstaltungen durch einfache Betonklötze abgeschirmt. Das wäre auch auf dem Weihnachtsmarkt in Berlin sinnvoll gewesen, woraus man aber nicht gleich die Unterstellung machen kann, dass die Betonklötze absichtlich weggelassen wurden.

Warum führen Terroristen Ausweise bei sich oder hinterlassen sie sogar am Tatort?

Viele Verschwörungstheoretiker finden es verdächtig, dass so viele Terroristen Ausweisdokumente bei sich tragen, wenn sie einen Terroranschlag begehen. Es erscheint nur allzu praktisch, nicht wahr?

Dabei gibt es zwei ganz einfache und logische Gründe, weshalb Terroristen das tun:
1. Sie wollen bei einer möglichen Kontrolle nicht auffallen. Da ist es natürlich sinnvoll, wenn man sich ausweisen kann (Genau das wurde nämlich Anis Amri in Italien zum Verhängnis, als er in eine Kontrolle geriet, nachdem er vorher seine Papiere in Berlin hinterlassen hatte.)
2. Terroristen wie Anis Amri hinterlassen Ausweisdokumente am Tatort, weil sie im Gegensatz zu einem herkömmlichen Mörder explizit mit der Tat in Verbindung gebracht werden wollen! Sie wollen vor ihren islamistischen Glaubensbrüdern als Märtyrer gelten und somit auch eine Botschaft an den IS senden.

Genau diese Punkte haben wir auch bereits in einem Video zum Berliner Anschlag erklärt, woraufhin sich einige Verschwörungsspinner gleich zu Wort meldeten, wie man unschwer an den Kommentaren zu diesem Video erkennen kann. Diese Leute merken auch nicht, wie sie mit ihren kruden Thesen echten Islamisten in die Hände spielen: Denn wenn dieser Anschlag angeblich selbstgemacht war, gibt es auch keinen Grund die Migrationspolitik der Bundesregierung zu kritisieren. Anis Amri wäre den Verschwörungstheoretikern nach ja kein echter Flüchtling gewesen…

Wir wollen natürlich keine Meinungen oder Fragen ausschließen, aber wir mahnen an, realistisch zu bleiben und nicht jeden Unsinn zu glauben, der in manchen alternativen Nachrichten leider auch verbreitet wird…

Es gibt also nichts wirklich Ungewöhnliches an dem Terroranschlag von Berlin, genauso wenig wie an den Terroranschlägen in Nizza oder auf Charlie Hebdo. Wie gesagt: Nicht jeder Terroranschlag ist selbstgemacht!

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