Russland weist in Reaktion auf Obama 35 US-Diplomaten aus!

Russland vs. USA - Putin Obama
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Update: Putin zieht Aussage von Lawrow zurück: „Wir werden niemanden ausweisen“

Russland will „Gleiches mit Gleichem vergelten“ – Als Reaktion auf die Ausweisung von 35 russischen Diplomaten aus den USA, weist Moskau jetzt auch 35 amerikanische Diplomaten aus Russland aus.

Russland macht seine Vergeltung auf Obamas jüngste Entscheidung wahr:

„Wir können solche Eskapaden natürlich nicht ohne Antwort lassen“, sagte der russische Aussenminister Lawrow. Betroffen seien 31 Mitarbeiter der US-Botschaft in Moskau und vier Mitarbeiter des Konsulats in Sankt Petersburg. Entsprechende Vorschläge habe das Außenministerium an das Präsidialamt übermittelt. Zusätzlich solle den USA die Nutzung eines Erholungszentrums im Nordwesten Moskaus sowie eines Lagergebäudes untersagt werden, hieß es in der Pressemitteilung.

Zuvor hatten die USA 35 russische Diplomaten der Cyberkriminalität bezichtigt und aufgefordert das Land binnen 72 Stunden mit ihren Familien zu verlassen. Die russischen Behörden dementieren die Vorwürfe aus Washington und sehen „zum Prinzip gleicher Gegenmaßnahmen keine Alternative“.

Scharfe Kritik aus Moskau – Hoffnung auf Trump

Dmitri Medwedew, Vorsitzender der Regierungspartei „Einiges Russland“ kritisiert die Entscheidung des scheidenden US-Präsidenten scharf: „Es ist bedauerlich, dass die Obama-Regierung, die mit einer Wiederherstellung unserer Beziehungen begann, ihre Amtszeit in anti-russischer Agonie beendet“, schreibt Medwedew bei Twitter. Er fügte die Buchstaben RIP für „Ruhe in Frieden“ hinzu, als Anspielung auf das baldige Ende von Obamas Regierung.

Besonders hart kritisiert auch die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, die Obama-Administration. Auf Facebook schreibt sie: „Das ist keine Regierung. Das ist eine Gruppe außenpolitischer Versager, böse und beschränkt. Nach acht Jahren ohne außenpolitische Leistungen schaffe es der Friedensnobelpreisträger Obama nicht einmal, seine Amtszeit mit einem eleganten Punkt zu beenden, sondern nur mit einem fetten Klecks“.

Russland hofft nun auf den künftigen US-Präsidenten Donald Trump. Dieser mahnte von Anfang an zur Vorsicht und ist sauer auf Obamas jüngste Entscheidungen bezüglich Russland und Israel. Er sieht es als eine Sabotage seiner kommenden Präsidentschaft an und bezeichnete die Vorwürfe, dass russische Hacker die Wahl zu seinen Gunsten beeinflusst hätten, als „lächerlich“.

Allerdings hat Trump auch mit republikanischen Hardlinern zu kämpfen, die ebenfalls einen harten Kurs gegen Russland befürworten. Es wird sicherlich nicht einfach für Donald Trump beide Lager zu besänftigen und für eine Normalisierung des Verhältnisses zu Russland zu sorgen.

2 KOMMENTARE

  1. […] Russland will nun also doch keine US-Diplomaten ausweisen, sondern setzt auf Verständigung. Anscheinend hatte Lawrow seine Aussage zuvor nicht mit Putin abgesprochen. Einige Personen in Russlands Regierung haben wohl überreagiert und mögliche Pläne voreilig an die Presse mitgeteilt. Putin dementiert Lawrows Forderung, nach welcher 35 US-Diplomaten des Landes verwiesen werden sollten. […]

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