Putin zieht Aussage von Lawrow zurück: „Wir werden niemanden ausweisen“

Wladimir Putin Lawrow
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Nachdem Russlands Aussenminister Lawrow im TV die Absicht verkündete 35 US-Diplomaten auszuweisen, zieht Putin diese Aussage nun zurück: „Russland wird niemanden ausweisen“.

Der russische Präsident Wladimir Putin verzichtet vorerst auf eine Ausweisung von US-Diplomaten als Reaktion auf die neuen US-Sanktionen wegen mutmaßlicher Hackerangriffe. Damit widerspricht er seinem Außenminister Sergej Lawrow, der dies im russischen Fernsehen forderte.

Russland behalte sich zwar das Recht auf Gegenmaßnahmen vor, wolle sich jedoch „nicht auf das Niveau der Küchendiplomatie herabbegeben“, sagte Putin am Freitag. „Wir werden den amerikanischen Diplomaten keine Probleme schaffen und niemanden ausweisen“.

Russland will nun also doch keine US-Diplomaten ausweisen, sondern setzt auf Verständigung. Anscheinend hatte Lawrow seine Aussage zuvor nicht mit Putin abgesprochen. Einige Personen in Russlands Regierung haben wohl überreagiert und mögliche Pläne voreilig an die Presse mitgeteilt. Putin dementiert Lawrows Forderung, nach welcher 35 US-Diplomaten des Landes verwiesen werden sollten.

Obama hatte die Sanktionen als „notwendige Antwort“ auf Versuche dargestellt, den Interessen der USA zu schaden. „Alle Amerikaner sollten von den Aktionen Russlands alarmiert sein.“ Der Konflikt bringt das ohnehin zerrüttete Verhältnis zwischen Moskau und Washington auf einen neuen Tiefpunkt. Chefdiplomat Lawrow wies die Vorwürfe als haltlos zurück. Zusätzlich zur Ausweisung der US-Diplomaten solle den USA die Nutzung eines Erholungszentrums im Nordwesten Moskaus sowie eines Lagergebäudes untersagt werden, hieß es weiter.

Daraus wird nun doch nichts und stattdessen steht das russische Aussenministerium nun in engem Kontakt zu den USA, um die Sache aufzuklären.

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