Inlandsflüge seit Airberlin-Pleite bis zu vier mal teurer

Airberlin Pleite Ticketpreise angestiegen
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Seit dem letzten Air-Berlin-Flug am 27. Oktober sind mehr als zwei Wochen vergangen – und wer seitdem Tickets für Inlandsflüge gekauft hat, merkt das mit Sicherheit. Fluggäste, die im Inland fliegen, zahlen für Kurzstreckenflüge im Vergleich zu vor vier Wochen durchschnittlich 32,5 Prozent mehr, so eine Analyse von MyDealz.de.

Das Shopping-Portal analysierte die Preise auf 25 Kurz- und Mittelstrecken im Oktober und erneut im November, bevor es zu seinen Schlussfolgerungen kam. Seit der Insolvenz von Air Berlin übersteigt die Nachfrage das Angebot auf vielen landesweiten Strecken massiv, was die Preise in die Höhe treibt. Lufthansa-Chef Carsten Spohr schätzt, dass derzeit 60.000 Sitzplätze auf deutschen Inlandsflügen fehlen, wobei die meisten Air-Berlin-Flugzeuge untätig auf dem Asphalt stehen.

Im extremsten Beispiel von MyDealz. de war ein Rückflug zwischen München und Düsseldorf unter der Woche viermal teurer, nachdem Air Berlin schließlich pleite gegangen war.

Das Fliegen am Wochenende könnte nun fast dreimal teurer werden

Fluggäste, die mit Air Berlin Anfang Oktober auf einem München-Düsseldorf-Flug geflogen sind, haben für ihr Ticket rund 50 Euro bezahlt. Wer am letzten November-Wochenende den gleichen Flug auf einem Hin- und Rückflugticket buchen möchte, muss jedoch mindestens 190 Euro bei Lufthansa bezahlen. Das ist eine Steigerung von 280 Prozent.

Ein Lufthansa-Rundflug München-Hamburg für das letzte November-Wochenende wird einen Passagier um mindestens 210 Euro zurückwerfen, fast 132 Prozent mehr als am ersten Oktoberwochenende für den gleichen Hin- und Rückflug mit Air Berlin.

Dies sind nur einige Beispiele für die dramatischste Entwicklung der Kosten einiger Inlandsstrecken seit der Pleite von Air Berlin.

Als The Local am Dienstag die Lufthansa fragte, wie viel sie finanziell von der Insolvenz von Air Berlin profitiert habe, gab das Unternehmen keine Stellungnahme ab. Außerdem fragte Local die Lufthansa, ob sie beabsichtige, den Preis, den Air Berlin einst auf seiner Strecke München-Düsseldorf angeboten hatte, zu erreichen – 50 Euro statt fast viermal so viel. Aber die Fluggesellschaft entschied sich, die Frage nicht zu beantworten.

Das Unternehmen sagt nur, dass die billigsten Flüge an bestimmten Tagen aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Inlandsflügen schneller ausverkauft sind und somit nicht mehr zur Verfügung stehen,

Als Reaktion auf den Konkurs des ehemaligen Konkurrenten kündigte Spohr vor kurzem an, dass das Unternehmen 1.000 neue Inlandsflüge pro Monat aufnehmen werde.

Aber er warnte davor, dass „keine Fluggesellschaft der Welt den Konkurs ihres Hauptkonkurrenten wettmachen kann“.

Für den Moment, in dem es keine preiswerteren Flugalternativen gibt, die Air Berlin einmal angeboten hat, müssen sich die Kunden, die beabsichtigen zu fliegen, einfach daran gewöhnen, mehr Geld auszugeben als bisher.

Im Oktober sagte Lufthansa-Chef Spohr nach der Ankündigung, Lufthansa werde mehr als die Hälfte der Berliner Flugzeuge aufkaufen, die beim Fliegen im Allgemeinen nicht teurer würden, er könne nicht ausschließen, dass die Preise auf einigen Strecken steigen würden.

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