Bundeswehrsoldat Terrorverdacht
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Die kuriose Geschichte des Bundeswehrsoldaten, der sich als Flüchtling registrierte und wahrscheinlich einen Anschlag plante.

Ein 28-jähriger Oberstleutnant registrierte sich erfolgreich als syrischer Flüchtling, obwohl er weder aus dem Land stammt noch die Sprache spricht. So bekam er neben seinem Sold als Soldat auch Flüchtlingshilfe. Doch der Fall mit dem sich das Bundeskriminalamt (BKA) und der Militärische Abschirmdienst (MAD) befassen scheint noch kurioser zu sein.

Der sich in Untersuchungshaft befindliche Leutnant soll einen Terroranschlag geplant haben, um Ablehnung gegen Ausländer zu schüren. Sprachnachrichten belegten, dass der Mann eine fremdenfeindliche Gesinnung habe, teilte die Frankfurter Staatsanwaltschaft der Presse mit.

Sie bezog sich dabei aus Informationen aus Textnachrichten zwischen dem Verdächtigen und einem möglichen Unterstützer, der ebenfalls verhaftet wurde. Der 24-jährige Student aus dem hessischen Offenbach soll ebenfalls eine ausländerfeindliche Gesinnung haben.

Schon Ende Januar hatte der Soldat eine Pistole auf der Toilette des Wiener Flughafens versteckt, die er im Februar wieder abholen wollte, doch da warteten schon die österreichischen Ermittler mit versteckter Kamera auf ihn. Er gab an, die Waffe dort gefunden zu haben. Nachdem die Ermittler seine Fingerabdrücke nahmen, stellten sie fest, dass der Mann als Flüchtling in Deutschland registriert war. Schließlich wurde das BKA informiert, welches feststellte: Der Verdächtige ist ein 28-jähriger Oberstleutnant, stationiert im deutsch-französischen Jägerbatallion 291 im französischen Illkirch.

Das geheime Doppelleben des Soldaten

Ende Dezember 2015 hatte er sich zudem in einer Erstaufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in Gießen (Hessen) registrieren lassen – und zwar unter Alias-Personalien als Syrer. Mit der falschen Identität soll der Mann dann im Januar 2016 im bayerischen Zirndorf einen Asylantrag gestellt haben, der auch genehmigt wurde.

Und das, obwohl er angab, kein Arabisch, sondern lediglich Französisch zu sprechen. Dem „falschen Syrer“ wurde anschließend eine Unterkunft zugeteilt. Er soll zudem staatliche Leistungen bezogen haben.

Die Ermittler gehen derzeit davon aus, dass er einen Anschlag plante, welcher über seine Fingerabdrücke auf die fingierte Fährte des falschen Flüchtlings führen sollte.

Ein Indiz dafür soll seine Kommunikation mit einem 24-jährigen Student sein, der in seiner Wohnung ebenfalls Waffen besaß. Er könnte ihn möglicherweise bei dem Vorhaben unterstützen gewollt haben.

Mehr wurde den Medien über den Fall bislang nicht mitgeteilt. Es tuen sich aber einige Fragen in diesem merkwürdigen Fall auf. Nicht nur, dass peinliche Behördenversagen, sondern auch, dass es niemandem über ein Jahr aufgefallen sein soll, ist beachtenswert. Interessant wäre es auch, die Perspektive des Soldaten zu erfahren…

Bild: ©Bundeswehr/S.Wilke

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