Gauland Weidel Spitzenteam AfD
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KÖLN. Bei dem zweitägigen Parteitag in Köln an diesem Wochenende beschloss die Alternative für Deutschland ihr Wahlprogramm 2017 und wählte das Spitzenteam für den Bundestagswahlkampf. Nach dem freiwilligen Verzicht von Dr. Frauke Petry vier Tage vor dem Parteitag, entschieden sich die Delegierten heute für ein Team bestehend aus den Vorstandsmitgliedern Alice Weidel und Alexander Gauland.

Das ausgearbeitete Wahlprogramm wurde mit 92% der Stimmen angenommen. Für das Duo aus Weidel und Gauland stimmten knapp 68% der Delegierten.

Alice Weidel

Die 38-Jährige Alice Weidel studierte mit einem Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung Volkswirtschaft und BWL, arbeitete anschließend bei Allianz Global Investors und Goldman Sachs in Frankfurt, bevor sie sechs Jahre beruflich in China verbrachte. Vor ihrer politischen Karriere bei der AfD beriet sie Start-Up Unternehmen.

Die AfD solle jetzt vereint in den Wahlkampf ziehen, sagte Weidel in ihrer anschließenden Rede. Den CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer bezeichnete sie als „Nebelkerze“, da er jetzt wieder mit Merkel „kuschelt“. In Anspielung auf das Terrorattentat auf den Berliner Weihnachtsmarkt sagte Weidel, es sei ein Skandal, dass christliche Feste inzwischen „mit Polizei, mit Maschinengewehren und LKW-Sperren“ geschützt werden müssten. Alice Weidel ist eine der schärfsten Eurokritikerinnen in der Partei.

Alexander Gauland

Der zweite im Bunde, Alexander Gauland, war lange Jahre in der CDU, sowie Staatssekretär in Hessen, als auch Herausgeber der „Märkischen Allgemeinen Zeitung“ und lange Zeit selbst als Publizist tätig. Gauland hatte die AfD gemeinsam mit dem ausgetretenen Ex-Parteichef Bernd Lucke (jetzt LKR) gegründet.

Gauland versuchte nach seiner Wahl zum Spitzenkandidaten eine Brücke zu Frau Petry zu bauen. Er sprach sie direkt an und sagte, sie habe wohl am Vortag, als ihr Vorschlag für eine Kurskorrektur nicht behandelt wurde, einen „schweren Tag“ gehabt, „aber wir brauchen Sie in der Partei“. Dafür gab es stehende Ovationen und „Frauke“-Rufe im Saal. Dies bekräftigte nochmals den starken Rückhalt, den die Bundessprecherin weiterhin genießt.

Nun sind alle wichtigen Weichen für den Bundestagswahlkampf der AfD gestellt.

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